Tierschutz bei Fiakerpferden – Haltung, Ausbildung & Verantwortung | Fiaker Paul

Tierschutz bei Fiakerpferden: Haltung, Ausbildung und Verantwortung bei Fiaker Paul
Wie leben Fiakerpferde wirklich?
Diese Frage stellen sich viele Besucherinnen und Besucher Wiens – und sie ist berechtigt. Moderne Fiakerbetriebe stehen heute stärker denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Genau deshalb setzen wir bei Fiaker Paul auf maximale Transparenz.
In diesem Beitrag zeigen wir offen:
• welche gesetzlichen Tierschutzregeln für Fiakerpferde gelten,
• wie unsere Pferde tatsächlich leben und arbeiten,
• wie Ausbildung und Betreuung ablaufen,
• und warum wir bewusst über gesetzliche Mindeststandards hinausgehen.
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Kurz erklärt: Geht es Fiakerpferden gut?
Ja – wenn Haltung, Ausbildung und Einsatz verantwortungsvoll erfolgen.
In Österreich zählen Fiakerpferde zu den am strengsten kontrollierten Arbeitspferden Europas. Neben dem österreichischen Tierschutzgesetz gelten zusätzliche lokale Vorschriften und regelmäßige veterinärmedizinische Kontrollen durch die Stadt Wien.
Unser Ansatz geht jedoch weiter:
Gesetze definieren Mindestanforderungen – unser Anspruch ist langfristiges Pferdewohl.
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Gesetzliche Vorschriften für Fiakerpferde in Österreich
Fiakerbetriebe unterliegen mehreren rechtlichen Ebenen:
1. Österreichisches Tierschutzgesetz
Regelt grundsätzlich:
• artgerechte Haltung
• Schutz vor Überforderung
• Gesundheitskontrollen
• ausreichende Ruhezeiten
2. Tierhaltungsverordnung für Pferde
Sie schreibt unter anderem vor:
• geeignete Stallflächen
• tägliche Bewegung
• Sozialkontakt zu anderen Pferden
• fachgerechte Fütterung
3. Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetz
Zusätzliche Vorgaben speziell für Fiaker:
• maximal 4 Einsatztage pro Woche
• verpflichtende Ruhetage
• regelmäßige tierärztliche Untersuchungen
• Einsatz nur vollständig gesunder Pferde
• behördliche Kontrollen durch Amtstierärzte
👉 Diese Regelungen zählen international zu den strengsten Standards im Pferdetourismus.
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Unsere Philosophie: Pferdewohl beginnt im Alltag
Tierschutz entsteht nicht durch Vorschriften allein, sondern durch tägliche Praxis.
Bei Fiaker Paul steht jedes Pferd als Individuum im Mittelpunkt. Unsere Arbeit basiert auf drei Grundprinzipien:
1. Vertrauen statt Druck
2. Langfristige Gesundheit statt kurzfristiger Leistung
3. Ausgleich zwischen Arbeit, Bewegung und Erholung
Ein ausgeglichenes Pferd ist ruhiger im Stadtverkehr, sicherer für Gäste und langfristig gesünder.
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Die Ausbildung eines Fiakerpferdes
Ein Fiakerpferd benötigt eine umfassende Ausbildung, bevor es im Stadtverkehr eingesetzt wird.
Ausbildungsdauer: ca. 5 bis 12 Monate
Während dieser Zeit lernen die Pferde schrittweise:
• Gewöhnung an Geschirr und Kutsche
• ruhiges Verhalten bei Verkehrslärm
• Umgang mit Menschenmengen
• sicheres Laufen im Gespann
Wichtige Grundsätze unserer Ausbildung:
• Einsatz frühestens ab dem 4.–5. Lebensjahr
• langsame Steigerung der Belastung
• Training zuerst außerhalb der Innenstadt
• Betreuung durch feste Bezugspersonen
Diese sorgfältige Vorbereitung reduziert Stress erheblich, schafft Freude an der Tätigkeit und erhöht die Sicherheit für Tier und Mensch.
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Artgerechte Haltung unserer Fiakerpferde
Rotationssystem statt Dauerbelastung
Wir arbeiten mit einem großen Pferdebestand, wodurch sich die Tiere im Einsatz abwechseln können.
Das bedeutet:
• regelmäßige freie Tage
• planbare Ruhephasen
• keine dauerhafte körperliche Belastung einzelner Pferde

Bewegung und Sozialkontakt
Pferde sind Herdentiere und Bewegungstiere. Deshalb achten wir besonders auf:
• freien Auslauf
• Kontakt zu Artgenossen
• ausreichend große Stallbereiche
• strukturierte Fütterungszeiten
Diese Faktoren sind entscheidend für psychische Stabilität und körperliche Gesundheit.
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Unser Mehrwert gegenüber gesetzlichen Mindeststandards
Hier liegt der wichtigste Unterschied.
Gesetze definieren das Minimum – wir investieren bewusst darüber hinaus.
Was wir zusätzlich bieten
✔ eigener Pferdehof mit großzügigen Weideflächen (rund 15 ha – etwa die Fläche von 22 Fußballfeldern)
✔ regelmäßige Urlaubsaufenthalte für alle Pferde
✔ saisonale Arbeitspausen über gesetzliche Vorgaben hinaus
✔ individuelle Trainingsplanung
✔ engmaschige Gesundheitsüberwachung
✔ langfristige Betreuung bis ins Pensionsalter
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Urlaub und Regeneration: Warum Pausen entscheidend sind
Längere Erholungsphasen fördern:
• Muskelregeneration
• natürliche Bewegung
• Sozialverhalten in der Herde
• mentale Entspannung
Diese Form der Haltung orientiert sich stärker am natürlichen Lebensrhythmus des Pferdes als an wirtschaftlicher Maximierung.
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Was passiert nach der Fiaker-Karriere?
Unsere Verantwortung endet nicht mit der aktiven Einsatzzeit.
Ehemalige Fiakerpferde bleiben Teil unseres Betriebs und verbringen ihren Ruhestand:
• auf großzügigen Weideflächen
• im Herdenverband
• unter kontinuierlicher Betreuung
Das stellt sicher, dass die Tiere auch im Alter optimal versorgt sind.
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Häufige Missverständnisse über Fiakerpferde
„Arbeit ist grundsätzlich schlecht für Pferde.“
Nicht korrekt. Pferde sind Bewegungstiere. Entscheidend sind Belastungsdauer, Training und Betreuung.
„Fiakerpferde arbeiten täglich.“
Gesetzlich verboten. Es gelten klare Einsatzlimits und verpflichtende Ruhetage.
„Die Tiere werden nicht kontrolliert.“
Fiakerpferde gehören zu den am häufigsten veterinärmedizinisch kontrollierten Pferden Österreichs.

Warum moderne Fiakerei und Tierschutz zusammenpassen können
Die Fiakertradition hat sich stark verändert. Heute bestimmen:
• wissenschaftliche Erkenntnisse,
• veterinärmedizinische Standards,
• gesellschaftliche Erwartungen
• und Transparenz
den Alltag verantwortungsvoller Betriebe.
Unser Ziel ist klar: Tradition bewahren – Tierwohl kontinuierlich verbessern.
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Unser Fazit: Verantwortung sichtbar machen
Tierschutz bedeutet für uns nicht, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, sondern Vertrauen zu verdienen.
Jede Kutschfahrt basiert auf der Arbeit unserer Pferde. Deshalb investieren wir bewusst mehr Zeit, mehr Betreuung und mehr Ressourcen in ihr Wohlbefinden, als vorgeschrieben ist.
Denn nur gesunde, ausgeglichene Pferde ermöglichen nachhaltige Fiakerei.




